Die Figur der Schmellenwieber bezieht
sich auf die früheren
Waldarbeiterin. Die Frauen gingen
mit Sichel und Grätzen in den Wald um
die jungen Tannen vom Schmellengras frei
zu schneiden. Schmelle oder auch
Schmielen genannt ist ein feines Gras
welches vorwiegend auf Waldlichtungen mit
jungen Tannen wächst. Um das Wachstum der
jungen Tannen nicht zubehindern wurden
diese vom Schmellengras freigeschnitten.
Das gebündelte Schmellengras wurde auf
Grätzen nach Hause transportiert.
Das
Schmellengras wurde zum einbinden von
Obstbäumen, oder als Einstreu im Stall
verwendet. Matratzen und Kissen wurden
früher mit Schmellegras ausgestopft, es
wurde auch zum Abdichten von Fenstern und
Türen verwendet.
Neben dem
Schmellen schneiden wurden auch fleißig
Beeren gesammelt und zu Hause zu einem
Beerenlikör angesetzt. Heute wird es als
Schmellewasser bei Umzügen an die
Narrenschar verteilt.
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